Trackst du dein Essen?

Anfangs brauchte ich natürlich viel Zeit, jeder Einkauf wurde zu einem „Auftrag“. Produkte ohne Nährwertangaben, wurden erstmal gar nicht beachtet. Es gab viele Aha-Erlebnisse und natürlich so manche Enttäuschung, wenn ein Lieblingsartikel nicht Keto-konform war.

Ich bin ein „Data Nerd“ und habe zu Beginn meiner „Keto Karriere“ ein Selbststudienprojekt „The Keto Reading Project (TKRP)“ durchgeführt, um meinen Körper besser zu verstehen. Über sechs Monate, von November 2014 bis April 2015, wollte ich durch häufiges Messen herausfinden, wie sich Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Sport und Stress, sei es durch Arbeit, Freizeit oder Infekte auf den Blutzucker, die Blutketone, auf Leistungsfähigkeit und Gewicht auswirken. Meine Analysen und Erkenntnisse sind auf meinem Blog http://living-keto.at/the-keto-reading-project zu finden.

Dieses halbe Jahr war wirklich sehr lehrreich – aber auch schwierig. Jede Mahlzeit wurde getrackt und danach Blutwerte oft mehrere Male im ½ Stunden-Abstand gemessen. Die gewonnenen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen machten den Aufwand wett. Ich lernte beispielsweise abzuschätzen, wie schwer das Stück Fleisch oder Fisch auf meinem Teller ist, und wieviel Eiweiß enthalten ist. Das ist wichtig, denn auch die Eiweiß-Menge hat bei mir Auswirkungen auf die Ketose.

Gleiches galt für die kohlenhydrathaltigen Lebensmittel wie Salat und Gemüse. Ich erkannte die verträglichen Sorten und Mengen und wurde sehr sicher im Umgang mit „meinen“ Lebensmitteln. Bis heute ist dieses halbe Jahr die Basis einer nun sehr stressfreien ketogenen Lebensweise.

Danach habe ich nur in mir noch nicht bekannten „Ausnahme-Situationen“ getrackt, heute tracke ich gar nicht mehr sondern kann mich ganz gut auf meine Einschätzungen hinsichtlich KH und Kalorien-Gehalt verlassen.

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